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	<title>CYMAGE MEDIA &#124; Agentur für Medienberatung, PR &#38; Öffentlichkeitsarbeit &#187; Editorials NEUE MOBILITÄT</title>
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	<description>Schwerpunkt Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, SmartGrid &#38; Elektromobilität</description>
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		<title>Möge die Macht mit uns sein</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2015 14:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 15 / Januar 2015 Klimaerwärmung, Terror, Erdbeben, Wirbelstürme, Wetterkrisen und andere bestimmen die Nachrichten unserer Zeit und ganz besonders unsere Wahrnehmung derselben. Dan Rather, Nachrichtenmoderator bei CBS Evening News pflegte seinen Bericht jeweils mit den Worten »That’s part of our world tonight« zu beenden. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 15 / Januar 2015</strong></p>
<p style="color: #181716;">Klimaerwärmung, Terror, Erdbeben, Wirbelstürme, Wetterkrisen und andere bestimmen die Nachrichten unserer Zeit und ganz besonders unsere Wahrnehmung derselben. Dan Rather, Nachrichtenmoderator bei CBS Evening News pflegte seinen Bericht jeweils mit den Worten »That’s part of our world tonight« zu beenden. Durch die mediale Vermittlung von Nachrichten erfahren wir, was in den verschiedensten Teilen der Welt geschieht. Und zwar in Echtzeit. Leider meist eher negativ. Selbst die Sportergebnisse sind nicht immer für alle zufriedenstellend. Unbestritten handelt es sich dabei um eine großartige Leistung der Informationsvermittlung, respektive der Massenkommunikation. Doch bei dem, was täglich in den Medien berichtet wird, handelt sich allenfalls um einen kleinen Ausschnitt der Realität.</p>
<p><span id="more-4919"></span><br />
Das genaue Verständnis dessen, was unter Realität zu verstehen ist, beruht auf den jeweils vorausgesetzten philosophischen Grundannahmen ontologischer und metaphysischer Art. In der Philosophie und auch bei einigen Politikern können die Begriffe Realität und Wirklichkeit sogar zwei voneinander getrennte Phänomene beschreiben.<br />
<br />
Mit der Wahrheitsfindung und insbesondere der Akzeptanz aufbereiteter Wahrheiten durch Informationsmedien hat es also mehr auf sich, als sich täglich im Fernsehen, Hörfunk oder über Zeitungen zu informieren. Da sind zum einen unzählige On- und Offlinemedien, die alle mehr oder weniger die Meinung und Sichtweise einzelner Redakteure, bzw. deren Redaktionen vertwittern. Aufbereitete Wahrheiten, im allgemeinen Nachrichten genannt. Zum anderen muss beachtet werden, welche sozialen und politischen Filter diese Nachrichten durchlaufen bis sie beim Nachrichtenempfänger ankommen. 2 Tote in einer europäischen Stadt sind da schnell nachrichtenrelevanter als 1.000 verhungernde Kinder in den Entwicklungsländern täglich. Manche Nachrichten haben bereits einen alltäglichen Charakter; werden nicht mehr wahrgenommen, sind uninteressant. Der Nachrichtenwert ist in diesen Fällen nicht hoch genug. Zudem wird ein Großteil der Nachrichten zusammenhanglos und ohne kritische oder ergänzende Informationen vermittelt. Ausführliche Reportagen und Features, die, dem Pressekodex folgend, mehrere Quellen beachten und bei Konfliktsituationen beide Seiten zu Wort kommen lassen, sind deutlich unterrepräsentiert.<br />
<br />
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass zum Beispiel das rein deutsche Waldsterben als bedeutendstes Umweltthema seiner Zeit keine bemerkenswerte Aufmerksamkeit mehr genießt &#8211; verglichen mit der Nachrichtenflut zwischen 1981 und 1988 und den aufgezeigten zumeist kolportierten Schreckenssenarien, die viele noch aus ihrer Jugend kennen. Bemerkenswert, dass überhaupt noch Bäume stehen. Allerdings hatte das Medienphänomen erhebliche gesellschaftspolitische Auswirkungen und zeigt bedeutsam auf, wie Wirkmechanismen in zwei Richtungen funktionieren und Medien selbst Geschichten befördern können, die es ohne sie gar nicht gegeben hätte.<br />
<br />
Bei der Entstehung von Nachrichten werden zwei Grundannahmen deutlich, nämlich dass (erstens) ein Ereignis durch (zweitens) einen Beobachter den Massenmedien mitgeteilt wird. Ereignisse werden häufig in verschiedene Arten unterteilt: Genuine und inszenierte Ereignisse sowie mediatisierte (mediengerecht aufbereitete) Ereignisse, die auch unabhängig von einer Berichterstattung stattfinden würden. Beobachter können nicht nur Journalisten vor Ort sein, sondern auch offizielle Stellen, die Veranstalter des Ereignisses oder zufällige Zeugen.<br />
<br />
Nach dem Modell vom Nachrichtenfluss gelangen die Informationen über Ereignisse von den Nachrichtenquellen zu den Nachrichtenagenturen und von dort zu den Massenmedien. Die Nachrichtenagenturen haben weltweit eine besondere Bedeutung, weil sie international viele Korrespondenten haben und ihre gesammelten Informationen global verbreiten. Dadurch schaffen sie im internationalen Nachrichtenfluss einerseits ein weltweites Forum, durch das die Welt massenmedial zusammenrückt. Andererseits berichten sie aber meist aus dem Blickwinkel und den damit verbundenen Interessen der Industriestaaten (Demokratie, Marktwirtschaft, Wohlstand), während Länder der Dritten Welt eher einseitig dargestellt werden (Katastrophen, Konflikte, Korruption). Am wichtigsten sind die vier großen Weltnachrichtenagenturen, die amerikanischen Agenturen Associated Press und United Press International sowie die britische Nachrichtenagentur Reuters und die französische AFP, Agence France-Presse, die einen Großteil unserer täglichen Nachrichtendosis verabreichen.<br />
<br />
In den Redaktionen der Nachrichtenagenturen und vor allem der Massenmedien werden die Informationen über Ereignisse weiter verarbeitet. Hier werden sie durch mehrstufiges Auswählen, Berichtigen, Ergänzen, Kürzen und Umschreiben zu fertigen Nachrichten umgearbeitet. Diese Vorgänge versucht man mit Hilfe nachrichtentheoretischer Modelle zu erklären, zu denen Nachrichtenschleusen und -faktoren sowie Nachrichtenregeln und -routinen gehören. So erreichen die Informationen durch die Massenmedien schließlich uns Mediennutzer.<br />
<br />
Allerdings ist schon die Vorstellung einer Entstehung von Nachrichten durch eine Nachrichtenquelle missverständlich. Der Begriff Quelle unterstellt, dass aus ihr jeder Beobachter grundsätzlich denselben Ausfluss an Informationen abschöpft. Die Informationen über Ereignisse haben jedoch keine gegenständlichen Eigenschaften, die vom Beobachter neutral aufgenommen und weitergegeben werden. Vielmehr wird dasselbe Ereignis von zwei Menschen nie völlig gleich wahrgenommen. Jede Wahrnehmung eines Ereignisses durch einen Beobachter ist zugleich eine Konstruktion von Wirklichkeit.<br />
<br />
So findet sich die subjektive Selektion und eine spezifische Erzähl- und Interpretationsperspektive der Quelle in jeder Nachricht wieder. Auch bei einer hohen Objektivitätsannahme wird der PS-Boliden-Befürworter einen anderen Artikel schreiben als ein Freund der Elektromobilität. Daher ist bei der Bewertung von Nachrichten ebenfalls die Bewertung der Quelle sehr wichtig, was nicht immer ganz einfach ist.<br />
<br />
Natürlich besteht die Möglichkeit, selbst eine Recherche zu betreiben. Dank der digitalen Vernetzung und einem breitgefächerten Online-Angebot ist dies heute für viele Themengebiete kein Problem. Angesichts der unendlichen Fülle an Themen und Interpretationsmöglichkeiten ist es jedoch für den Einzelnen unmöglich, die ganze Wahrheit zu erfassen. In vieler Hinsicht ist man also auf die Art und Weise der Überlieferung durch die Medien angewiesen.<br />
<br />
Als gesichertes Forschungsresultat gilt, dass Medien durch die Selektion und Aufbereitung von Themen Auswirkungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene haben. Die Framingforschung liefert hierzu einen wichtigen Beitrag. Doch dass das Individuum nicht völlig machtlos der medialen Berichterstattung ausgeliefert ist, scheint naheliegend. Persönliche Grundwerte, soziale Interaktion mit dem Umfeld oder eigene Erfahrungen sind nur einige Beispiele, die hoffen lassen, dass wir uns dennoch als mündige, zumindest semi-informierte Bürger bezeichnen können. Ein gesunder Menschenverstand ist hierbei immer von Vorteil.<br />
<br />
So liefern wir mit der NEUE N MOBILITÄT und unseren On- und Offline-Medien einen echten Beitrag zur Klärung von Bedingungen und Einschränkungen des Mainstream-Medieneinflusses auf individuelle Bewertungen politisch oder sozialgesellschaftlich relevanter Themen. Wir stehen dabei in einer großen Verantwortung, unseren Rezipienten durch unsere Form einer positiven Berichterstattung realistische Handlungsszenarien aufzuzeigen, mit denen wir gemeinsam in der Lage sind unsere Welt, unsere Energie und unser Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verbessern. Warum etwas nicht funktioniert, wissen wir doch alle schon..<br />
<br />
<div  class="ut-alert grey  "> Unsere Selektion und unsere Wahrnehmung trägt also in einem nicht unerheblichen Maß dazu bei, dass sich unsere Welt auch ein Stück weit in die von uns gewünschte Richtung entwickelt. In 2015 werden wir weiter daran arbeiten die Pferdekutschenbesitzer unserer Zeit und die politischen Reiter vom Zeitalter einer Neuen Mobilität in Kenntnis zu setzen, denn wir sind uns der Macht der Medien bewusst.</div>
<br />
Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2015/01/NM15-Editorial.pdf" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Macht und Einfluss im Kreis der 12 Apostel</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Sep 2014 10:10:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 14 / September 2014 Im biblischen Verständnis nach Markus und Lukas handelt es sich bei den zwölf Aposteln um die Jünger von Jesus Christus, die er selbst auswählte und einsetzte. Dieser vertraute Kreis Lernender wurde nach Jesu Auferstehung und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 14 / September 2014</strong></p>
<p>Im biblischen Verständnis nach Markus und Lukas handelt es sich bei den zwölf Aposteln um die Jünger von Jesus Christus, die er selbst auswählte und einsetzte. Dieser vertraute Kreis Lernender wurde nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt von ihm als Verkünder des Evangeliums ausgesandt und fortan als Apostel, als Gesandte bezeichnet. <span id="more-4725"></span></p>
<p>Im Gegensatz zum christlichen Historienverständnis der Berufung durch einen Einzelnen, haben wir als Volk gemeinsam unsere politische Führung zu verantworten und müssen mit unseren Wahlentscheidungen im 4-Jahres-Rhythmus mehr oder weniger klar kommen. Damit haben wir zumindest indirekt, bzw. hypothetisch, die Geschicke unserer Welt selbst in der Hand. Von unseren politischen Volksvertretern erwarten wir entsprechend auch nichts Geringeres als die gewissenhafte Vertretung unserer aller Interessen. Damit ist der Querschnitt aller Interessen aller Wahlberechtigten gemeint; verteilt auf die entsprechenden Parteien und deren Wahlprogrammatik. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnen wir das als Demokratie und halten es für eine große zivilisatorische Errungenschaft. Bezüglich eines weiterführenden Diskurses über die Funktionsweise des politischen Apparates möchte ich an dieser Stelle auf honorierte Quellen verweisen, in deren Argumentation ich mich an dieser Stelle nicht versuchen möchte.</p>
<p>Vielmehr möchte ich eine Fragestellung formulieren, bzw. anhand einer These, ich nenne sie die »12 Apostel« eine sich umkehrende Beweisführung versuchen. Sicherlich werden wir final keine zufriedenstellende Blaupause für die Probleme und Missstände unserer Welt erhalten.. Womöglich aber eine Sichtweise, die unseren Standpunkt in Bezug auf verschiedene Fragestellungen in einem anderen Licht erscheinen lässt und die in der Lage ist, die Fragezeichen in unseren Köpfen ein wenig zu relativieren.</p>
<p>These: Stellen Sie sich vor, wir hätten die Möglichkeit, sagen wir zwölf ambitionierte Persönlichkeiten auszuwählen, die in der Summe ihrer verschiedenen Eigenschaften maximal geeignet wären, sich im Sinne einer konkreten Zielformulierung für eine tatsächlich lösungsorientierte Umsetzung einzusetzen und diese würden nun an den dafür notwendigen Posten eingesetzt und hätten die Freiheit und die Möglichkeit alle erforderlichen Maßnahmen untereinander zu koordinieren und einzuleiten.</p>
<p>Nicht irgendwelche zwölf, sondern Personen, die in ihren jeweiligen Tätigkeiten, Funktionen und wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Einflusssphären an eben den signifikanten Stellen sitzen, von denen aus sie in der Lage wären, ihre Ideen und konkreten Vorhaben in ihren Strukturen zu verbreiten, einzufordern, bzw. die für die jeweilige Problemstellungverbreiten, einzufordern, bzw. die für die jeweilige Problemstellungverbreiten, erforderlichen Maßnahmen zu veranlassen und zu verantworten.<br />
Das tatsächliche Vorhaben ist in diesem Kontext nicht von Bedeutung, da das übergeordnete Prinzip der Schlüssel ist, um erfolgreich Zielformulierungen umzusetzen. Allerdings eignet sich der Themenkomplex der Energie- und Mobilitätswende hervorragend, um die These zu veranschaulichen.</p>
<p>Welche Positionen wären also zum Beispiel für die erfolgreiche Etablierung einer Neuen Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien zu besetzen..? Oder schauen wir uns doch erst einmal an, wer womöglich derzeit Spielmacher in den organisationellen Strukturen in Deutschland ist, bzw. sein könnte..?<br />
Das Umwelt- sowie das Wirtschafts- und Energieministerium mit Dr. Barbara Hendricks und Sigmar Gabriel, das Verkehrsministerium mit Alexander Dobrindt, die Automobilwirtschaft mit Prof. Dr. Martin Winterkorn, Ferdinand Piëch, Dieter Zetsche und Norbert Reithofer, die Energieversorger mit Dr. Johannes Teyssen, Peter Terium und Dr. Frank Mastiaux sowie die Medien mit der Bertelsmann Stiftung oder der Springerpresse. Und natürlich würde dieser Lenkungskreis durch Angela Merkel sicherlich eine große Bereicherung erfahren und von einer politisch durchsetzungsstarken Führungsrolle enorm profitieren.</p>
<p>Der bereits in den 90er Jahren unternommene Vorstoß in Richtung Elektromobilität mit dem Rügen-Projekt und unserer Kanzlerin als damalige Bundesumweltministerin würde im Kontext dieser theoretischen Reise sicherlich nicht bereits knapp 20 Jahre erfolglos zurückliegen. Allerdings möchte ich anmerken, dass einerseits Zeitgeist und Technik heute weiter sind und andererseits, dass es wichtig ist, zu verstehen, dass die These eben nicht von Einzelverantwortlichen ausgeht, sondern von einer Gemeinschaft gleicher Interessen, die sich an den entscheidenden Stellen gemeinsam einem Ziel nähert. Die These will zeigen, dass selbst eine sehr kleine Personenanzahl theoretisch und in einer Einzelbetrachtung durchaus in der Lage ist den Status Quo zu verändern. Und zwar in die vermeintlich gewünschte Richtung, wie auch in jede Andere, die diese Gemeinschaft anstrebt. Die genannten Personalien sind beispielhaft zu verstehen. Bei näherer Betrachtung und Analyse der sich jeweils gegenseitig bedingenden, unterschiedlichen Einflussmöglichkeiten würden jeweils zwei der hochrangigsten Vertreter aus den Bereichen Politik, Verbände, Automobilwirtschaft, Energie und Medien wahrscheinlich ausreichen, um die notwendige initiale Durchsetzungskraft für ein Projekt zu bündeln.<br />
So unterstützt eben auch der Bundesverband eMobilität den ja bereits begonnenen Prozess der Energie- und Mobilitätswende und wirkt gemeinsam mit allen Verantwortlichen darauf hin, dass die Etablierung der Neuen Mobilität die gesamtgesellschaftliche Bedeutung erhält, die ihr zusteht.<br />
Zudem bin ich sicher, dass in diesem apostolischen Kreis auch die ein oder andere Person sitzen müsste, die wir öffentlich noch gar nicht auf dem Schirm haben, bzw. die erst noch in Erscheinung treten wird.</p>
<p><strong>Zurück zur Situation der Neuen Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien &#8211; ressourcenschonend, leise, sauber und zukunftsfähig. Von der Bundesregierung ausdrücklich gewünscht, hoch und viel gelobt, gefördert, aufgeladen, regional mobilisiert und verschaufenstert. Von der Automobilwirtschaft umgesetzt und in Serie auf den Markt gekündigt. Von den Medien bejubelt, zerissen und harmonisiert, von der Gesellschaft erwartet und in Frage gestellt. Ein Ping-Pong-Spiel mit dem Prädikat »nicht zum Aushalten«.</strong></p>
<p>Wo stehen wir aktuell..? 12.100 eFahrzeuge in Deutschland Anfang 2014. Knapp 17.000 zur Jahresmitte. Ein erschreckendes, wenig beeindruckendes und international eher beschämendes Endergebnis. Weit entfernt von der selbstformulierten Zielvorgabe der Bundesregierung, die zu Beginn der Markthochlaufphase zum Ende des Jahres bereits 100.000 Elektrofahrzeuge angestrebt hatte. Man mag es kaum glauben, aber zu Silvester können wir bereits auf eine erfolgreiche Elektromobilitätsstrategie anstoßen, um dann die guten Vorsätze im Januar schnell wieder zu vergessen.. Aber wir haben uns alle ganz doll bemüht und keiner soll nachher sagen, wir hätten nicht alles in unserer Macht stehende getan, um das zu ermöglichen.</p>
<p>Doch. Ich sage das. Amen.</p>
<div  class="ut-alert grey  ">Spielen Sie das beispielhaft gerne auch für andere Probleme einmal für sich durch. Wie würde sich der Gedanke auswirken, würden wir damit Missstände adressieren, die wir als Armut kennen, als Hunger..? Ist es in Zukunft wirklich weiterhin vertretbar, dass eine zivilisierte Gesellschaft diese höchstbrisanten Missstände akzeptiert..? Nein, sicherlich nicht. Um der These zu folgen, sitzen wahrscheinlich einfach nur die falschen Personen an den entsprechenden Schlüsselpositionen. Das soll nicht heißen, dass es nicht eine große Anzahl Menschen gibt, die sich hingebungsvoll diesen Aufgaben widmen. Allerdings wäre dieser Club der Willigen sehr viel erfolgreicher in seinem Wirken, würde er mit deutlich mehr Einfluss agieren können.</div>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/11/editorial_14_apostel.pdf" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Reset..?</title>
		<link>http://cymage-media.com/reset/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jul 2014 08:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Sonderausgabe 2014 / Who is Who Als Reset wird ein Vorgang beschrieben, der ein zumeist elektronisches System in einen vordefinierten Anfangszustand zurücksetzt. Dies kann erforderlich sein, wenn ein System nicht ordnungsgemäß funktioniert oder auf Eingaben nicht mehr reagiert. Die Idee einer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Sonderausgabe 2014 / Who is Who</strong></p>
<p>Als Reset wird ein Vorgang beschrieben, der ein zumeist elektronisches System in einen vordefinierten Anfangszustand zurücksetzt. Dies kann erforderlich sein, wenn ein System nicht ordnungsgemäß funktioniert oder auf Eingaben nicht mehr reagiert.</p>
<p>Die Idee einer philosophischen Verwendung dieses Zurücksetzens ergibt jedoch nur dann Sinn, wenn es einen Ausgangs-Zustand gibt, der besser geeignet erscheint unsere Zukunft in verschiedenen Systemen oder Bereichen zu lenken.</p>
<p>Nun leben wir in einer sehr komplexen und systemübergreifend organisierten Welt und es würde wohl keinen Sinn machen, noch einmal ganz vorne anzufangen. Wohin wollten wir auch mit einer hypothetischen Zeitmaschine springen und was würden wir nach diesem Neuanfang tatsächlich anders machen..? Ohne die Errungenschaften und das Wissen, das wir in den letzten Jahrhunderten angesammelt haben. Zudem hätten wir aus unseren vielen Fehlern auch keine lehrreichen Schlussfolgerungen ziehen können..</p>
<p><span id="more-4695"></span> Unter Reset ist vielmehr die Wiederherstellung eines Zustandes vor Eintritt von Störungen und Schädigungen gemeint.<br />
Ein Reset in zwei Richtungen, der bereits gelebte Erfahrungsmuster hinterfragt und in einer systemischen Evolution zu etwas besserem transformiert: Das Richtige machen.</p>
<p>Ein Neustart, der sich heute bereits erkennen lässt: Die Neue Mobilität und die Neue Energie &#8211; um nur zwei Bereiche zu nennen, die wir als Energie- und Mobilitätswende kennen.</p>
<p>Entscheidungen, die auf dem jeweiligen Stand von Forschung und Wissenschaft in Bezug zu sozial-ökonomischen Bedingungen und ökologischem Anspruch getroffen wurden und die zu einem Zeitpunkt richtig und nachvollziehbar waren, sind es zu einem späteren womöglich nicht mehr und sollten sich entsprechend anpassen. Die Verzögerung dieser Entwicklungsbereitschaft durch tradierte und in der Vergangenheit leider oftmals industriepolitisch geprägte Interessen, widerspricht in zunehmendem Maße dem geforderten Prinzip eines sozialen, ökologischen und auch ökonomischen Imperativs.</p>
<p>Wir können uns nicht mehr wirklich lange Fehlentwicklungen leisten. Die Fehler, die wir brauchten, um daraus zu lernen, haben wir alle schon gemacht, bzw. es bleibt zu hoffen, dass uns weitere Katastrophen möglichst erspart bleiben.<br />
Dieser Text will versuchen, ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass wir tendenziell auf einem guten Weg sind. Dass Begriffe wie Ethik, Moral, Respekt und Nachhaltigkeit die hohen Wertvorstellungen definieren, mit denen wir in der Lage sind die Probleme unserer Welt in den Griff zu bekommen.</p>
<p>Alle Probleme. Denn die Erkenntnis hinter diesem Verständnis lässt sich auf alle Lebensbereiche und Missstände anwenden. Und ich denke nicht, dass dieser Anspruch zu hoch gesteckt ist oder gar utopisch. Er steht vielleicht im Widerspruch zu den Interessen einzelner Systeme und ist damit in Bezug auf das derzeitige Machtgefüge tatsächlich weltfremd, aber deswegen keineswegs nicht erstrebenswert.</p>
<p>So liegt es also wieder bei jedem einzelnen, sich zu hinterfragen, Muster zu durchbrechen, neu zu denken und stets nach bestem Wissen und Gewissen so zu handeln, dass subjektive und objektive Grundsätze in Einklang stehen.</p>
<p>Da wir alle mehr oder weniger in verantwortlichen Positionen sind, sei es in der Verantwortung für ein Unternehmen, in der Politik oder in der Familie, gibt es vielfältige Möglichkeiten diesem Ausgleich zwischen Imperativ und Maxime den gebührenden Raum zu geben.<br />
Dies gilt natürlich insbesondere der Verantwortung unseren Kindern gegenüber. In einer globalisierten Welt gilt es aber eben auch für die Menschen in anderen Ländern, deren Nachkommen und deren Umwelt. Eine private und beruf-liche Ausrichtung hin zu dieser intergenerativen Gerechtigkeit hat großes Potential Blickwinkel auf alle möglichen Lebens- und Wirtschaftsbereiche neu zu justieren und über vermeintlich Gegebenes erneut nachzudenken. Dieser Wille verhilft der Green Economy zum großen Durchbruch. Und genau dieser Wille wäre es auch, der viele weitere Systemfehler in unserer Gesellschaft aufzeigen könnte..</p>
<p>Diese Selbstreflexion und die Erkenntnis, dass wir die Geschicke unserer Welt selbst lenken und eben auch zu verantworten haben, ist der Schlüssel in eine bessere Welt. Für die Zukunft der Energiewirtschaft bedeutet dies den Fokus in Richtung 100% Erneuerbare Energien. Eine ressourcenschonende, effiziente, klima- und umweltschonende Energieversorgung auf Basis intelligenter Netze. Die Neue Mobilität wird mit diesem Energiesystem eng verbunden und in der Lage sein das globale Mobilitätsbedürfnis nachfolgender Generationen sicher zu stellen. Sauber und leise.</p>
<div  class="ut-alert grey  ">Aber, wie es scheint, hat der VDA die Wette um die 2 Kisten Champagner nun doch noch nicht verloren. Herr Wissmann verkündete erst kürzlich im Roten Rathaus, dass wir auch weiterhin mit den 15 angekündigten Elektroversionen rechnen können. Allerdings im perfekten Plusquamperfekt-Lobbymodus vorgetragen, damit ist der Wahrheitsgehalt, also die tatsächliche Realisierungswahrscheinlichkeit, zumindest fraglich, hört sich aber toll an. Ich war richtig glücklich, als uns der Regierende Bürgermeister dann allen auf die Schulter geklopft hat. Nun wissen wir, dass wir zwar nicht mehr Papst sind, dafür aber Habemus Leidmarkt sagen können.</p>
<p>Ich muss wirklich lernen, mir nicht immer doof vorzukommen, sondern meine Sicht der Welt und der Dinge, die ich bewegen möchte, einfach nur in sich immer wiederholenden Phrasen zu repetieren. Immer und immer wieder. Dann wird es von ganz alleine wahr. Die Medien nehmen es ja bei den Anderen auch auf, drucken und verbreiten es und was schwarz auf weiß geschrieben steht, muss wahr sein. Also, Herr Wissmann, 15 Elektroautos oder 2 Kisten Champus. Sie haben die Wahl..</p>
<p><strong>Wette vom Tagesspiegel eMobility Summit 2012 zwischen BEM-Beiratsvorsitzendem Dr. Jan Traenckner und Dr. Ulrich Eichhorn vom VDA, der die deutsche Automobilindustrie verteidigte und 15 in Serie gefertigte eAutos bis Ende 2014 versprach. Die Wette gilt.</strong></div>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/07/WHOISWHO-Editorial.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Alea iacta est</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Oct 2013 11:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 13 / September 2013 »Der Würfel ist gefallen.« So lautet die traditionelle deutsche Übersetzung aus den Asterix-Comics, die dem Sprichwort allerdings eine falsche Bedeutung gibt. Beim Teutates. Ursprünglich ging es bei der Aussage Cäsars im Januar 49 v. Chr. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 13 / September 2013</strong></p>
<p>»Der Würfel ist gefallen.« So lautet die traditionelle deutsche Übersetzung aus den Asterix-Comics, die dem Sprichwort allerdings eine falsche Bedeutung gibt. Beim Teutates. Ursprünglich ging es bei der Aussage Cäsars im Januar 49 v. Chr. darum, die Situation der Überschreitung des Grenzflusses Rubikon nördlich vom heutigen Rimini zu beschreiben, was unwiderruflich den Bürgerkrieg gegen Pompeius bedeutete. <span id="more-4612"></span></p>
<p>»Der Würfel ist geworfen« im Sinne von »Das Wagnis ist eingegangen« rief Cäsar und zitierte damit ein weit verbreitetes griechisches Sprichwort aus Menanders Komödie Arrhephoros, die den Augenblick einer Entscheidung beschreibt, in der man beschließt zu handeln, die Würfel zu werfen, diese aber noch nicht zu Boden gefallen sind. Der Menandervers lautet vollständig: Beschlossen ist die Sache; aufgeworfen sei der Würfel.</p>
<p>Diese Fehlinterpretation hat jedoch auch Vorteile; offenbart doch die Implikation von Absicht und Entscheidung eine logische Verknüpfung zur tatsächlichen Umsetzung. So sind die Würfel der Elektromobilität bereits vor langer Zeit geworfen worden und wir sind uns, insbesondere nach den Erfahrungen der IAA nun sicher, dass dem Wurf auch konkrete Maßnahmen folgen werden.<br />
Allerdings sollte man bedenken, dass Werner Siemens bereits 1866 mit der Entdeckung des elektrodynamischen Prinzips den Grundstein für den Elektroantrieb legte und 1881 Gustave Trouvé den emobilen Würfel mit 12 km/h erstmals »geworfen« hat. Ihm folgten 1899 La Jamais Contente von Camille Jenatzy mit der Rekordmarke von über 105 km/h, 1900 der Lohner-Porsche, 1908 der Mercedes Electrique, 1912 die Deutsche Bahn mit der Einführung des 16,7-Hz-Bahnstrombetriebs in Deutschland, 1941 der Peugeot VLV, der Nissan Tama im Jahre 1947, 1969 der BMW 1602 und der Mercedes Elektrobus 1972, um nur einige historische Momente zu erwähnen. Viele weitere folgten bis heute.</p>
<p>Die Ölkrise Anfang der 70er Jahre dauerte wohl nicht lang genug und in den 90ern wurde der EV1 von General Motors in der Wüste verschrottet. Der Anreiz der Gesetzgebung zur Emissionssenkung wurde damals gekippt. Das hatte natürlich nichts damit zu tun, dass die postfossile Technologie bis auf weiteres aufgegeben wurde. Die Parallele zur derzeitigen Diskussion über die CO2-Grenzwerte, die in der Europäischen Union insbesondere auf deutschen Widerstand gestoßen ist, hat ebenfalls keinerlei Auswirkungen auf die Entwicklungsgeschwindigkeit und Durchsetzung der Elektromobilität.<br />
Natürlich nicht..</p>
<p>Als Cäsar, Werner Siemens, Gustave und seine zahlreichen emobilen Pioniere die Würfel ins Rollen brachten, hatten sie eine klare Vorstellung von dem, was sie erwartete. Sie haben beschlossen zu handeln und mit entsprechenden Konsequenzen gerechnet. Sie haben die Welt mit Erkenntnissen und technologischem Fortschritt bereichert und uns damit die Möglichkeit gegeben, Mobilität und Energie mit Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz sowie Klima- und Umweltschutz in Einklang zu bringen.</p>
<p>Toll. Allerdings reicht es nicht, die Würfel nur zu werfen. Die Absicht dahinter muss auch gegen Widerstände anderer Interessen verteidigt werden; sie muss sich durchsetzen. Denn die Idee ist beim Wurf zwar klar, nicht aber die tatsächliche Umsetzung, was uns die über 130-jährige Geschichte der Elektromobilität ja eindrucksvoll aufzeigt.</p>
<p>Zusammengefasst bedeutet die historische Analogie, dass die Vielzahl elektromobiler Vorreiter, die sich heute aufgestellt haben, um eine Neue Mobilität Realität werden zu lassen, sich nicht auf ihren ersten Erfolgen ausruhen dürfen. Nur zu statuieren, wir wären Leitmarkt und Leitanbieter, ist genauso falsch, wie die Übersetzung, der Würfel sei bereits gefallen. Nein. Das ist er noch nicht.<br />
Er ist auf einem guten Weg. Zugegeben. Aber seine Flugbahn sollten wir schon weiterhin ganz genau beobachten und gegebenenfalls auch korrigieren, die Bahn freiräumen und aktiv darauf hinwirken, dass sich die Welt der Mobilität endlich so entwickelt, wie wir uns das vorstellen.</p>
<p>Die Zeit scheint nun wirklich reif für die Idee emissionsarmer Antriebsarten auf Basis Erneuerbarer Energien und für ein generelles Umdenken in Bezug auf unser Energie- und Mobilitätsverhalten. Am besten lässt sich so eine Flugbahn im übrigen durch politische Rahmenbedingungen beeinflussen. Interessant und hoffnungsvoll ist an dieser Stelle, dass unsere Bonus-Malus-Idee einer CO2-abhängigen Kfz-Steuerreform in Politik und Medien zunehmend diskutiert und gefordert wird. Dies ist aber nur ein Schlüssel in einem eigendynamischen Maßnahmenpaket. Gern klären wir Sie über weitere auf..</p>
<p>In diesem Sinne, wünsche ich unseren Lesern eine Regierungskoalition, die sich dem Thema aktiv annimmt und eine erfolgreiche eCarTec, die Ihnen erneut zeigt, dass der Würfel den Rubikon bereits überschritten hat.</p>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/07/130930-NM13-Editorial.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Gedankenspiel</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jul 2013 13:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
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		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 12 / Juli 2013 »Oh Gott, Ich könnte in einer Nussschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermesslichem Gebiete halten..« (Hamlet, 2. Aufzug, 2. Szene), wenn nur meine bösen Träume nicht wären. So beschreibt Stephen Hawking mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im<br />
Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 12 / Juli 2013</strong></p>
<p>»Oh Gott, Ich könnte in einer Nussschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermesslichem Gebiete halten..« (Hamlet, 2. Aufzug, 2. Szene), wenn nur meine bösen Träume nicht wären. So beschreibt Stephen Hawking mit Shakespeares Worten sein Universum mit einem philosophischen Ansatz und ist dabei sehr erfolgreich. Insbesondere schafft er es, komplexe Zusammenhänge zu veranschaulichen und einem großen Publikum zugänglich zu machen.</p>
<p><span id="more-4617"></span></p>
<p>Wir haben auch einen Traum. Ein Traum, wie ihn vor 50 Jahren auch Dr. Martin Luther King Jr. gehabt haben muss, als er am Lincoln Memorial bei der Rede zum Marsch auf Washington Geschichte schrieb. Eine Geschichte, die seit dem Generationen inspiriert hat und in seiner ethischen und moralischen Konsequenz für viele denkbare Gedankenspiele eine Blaupause aufzeigt.</p>
<p>Immer wieder, wenn konstruktive Theorien, neue Entwicklung und technologischer Fortschritt auf tradierte Strukturen treffen, formiert sich protektionistischer Widerstand. Das ist einerseits durchaus verständlich und nachvollziehbar, gleichzeitig wirkt es sich aber durch den Verzögerungseffekt bremsend aus.<br />
Aus diesem Dilemma einen Ausweg zu finden, ist Grundlage von Träumen, Protesten, Demonstrationen und Bewegungen, die einen Kontrapunkt setzen wollen, um diesen Ideen einen Raum zu geben. Im besten Fall agieren solche Lobbyorganisationen so intelligent, dass sie es schaffen die vermeintlichen Gegenspieler mitzunehmen und durch Synergie, Erkenntnis und Notwendigkeit einen Schulterschluss zu ermöglichen.</p>
<p>Hilfreich ist dabei die Erkenntnis, dass eine Idee, deren Zeit gekommen ist, sich nicht dauerhaft aufhalten lässt. Sie lässt sich allerdings erheblich beschleunigen. Und das ist genau das, was unsere Arbeit treffend beschreibt. Eine Überzeugungsarbeit, die lediglich Zeit, Vorreiter und vor allem eine wachsende Begeisterung durch eine breite gesellschafts-politische Unterstützung voraussetzt.</p>
<p>Naheliegend ist in diesem Kontext auch die Erkenntnis, dass man sich diese Zeit erkaufen muss, bzw. dass der finanzielle Spielraum Durchhaltevermögen und Intensität der Bemühungen in einen Kontext zu einem erfolgreichem Engagement setzt: Die Bereitstellung einer entsprechenden Kapitalausstattung, so wie man eine junge Pflanze von Zeit zu Zeit giessen sollte..<br />
Aus diesem Grund erfährt das Ziel einer emissionsarmen, CO2-neutralen Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien, ressourcenschonend, nachhaltigen, sauber und leise nur dann zeitnah eine Umsetzung, wenn wir es gemeinsam schaffen einerseits industriepolitische Interessen zu synchronisieren und andererseits, wenn wir uns mit medialer und politischer Sichtbarkeit als umsetzungsfähiger Pate dieser Neuen Mobilität aufstellen.</p>
<p>Neben der Aufgabe, die Renaissance der Elektromobilität zu dynamisieren, ist es wichtig sie in einen Gesamtkontext einzuordnen und die damit verbundene Komplexität greifbar zu machen, Chancen und Vorteile beispielhaft und verständlich aufzuzeigen und Herausforderungen lösungsorientiert zu beleuchten. Es gilt, die Idee einer Neuen Mobilität im Kontext der Erneuerbaren Energien, der Energiewende und dem SmartGrid zu betrachten und die Möglichkeiten für Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Wertschöpfung sowie Klima- und Umweltschutz zu erkennen.</p>
<p>Im Zuge dieser Überlegungen wird es Zeit, dass wir uns selbst als entscheidenden und ausschlaggebenden geologischen Faktor im Anthropozän wahrnehmen. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse, fortschrittliche Technologien und unsere Vernunftbegabung sollten sich weiter durchsetzen, insbesondere gegen die menschliche Systemeigenschaft grenzenlosen Wachstums auf Kosten anderer oder nachfolgender Generationen.</p>
<p>Idee, Intention und Bereitschaft dazu sind bereits vollumfänglich in unserer Gesellschaft verankert. Die technischen Konzepte stehen auch zur Verfügung. Um weiterer Ignoranz vorzubeugen, fehlt eine neue Positionierung und Wertung unseres ökonomischen und ökologischen Handelns, ein generelles Umdenken und globalpolitische Entscheidungs-findungsprozesse, die ausschließlich dem Prinzip der Nachhaltigkeit und intergenerativen Gerechtigkeit folgen.</p>
<p>Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre, einen schönen Sommer und eine Wahlentscheidung, die zu Ihnen passt..</p>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/07/130707-NM12-Editorial-CH.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Habemus Leidmarkt</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 11:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 11 / April 2013 Als überzeugter Optimist mit einem starken Hang zum Realismus gebe ich zu, dass ich immer wieder zur Schönfärberei neige und mir eher ungünstige Sachverhalte beizeiten zurechtbiege und dabei nicht aufgebe, das Gute auch in solchen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 11 / April 2013</strong></p>
<p>Als überzeugter Optimist mit einem starken Hang zum Realismus gebe ich zu, dass ich immer wieder zur Schönfärberei neige und mir eher ungünstige Sachverhalte beizeiten zurechtbiege und dabei nicht aufgebe, das Gute auch in solchen Situationen zu suchen. Das Finden stellt sich dabei immer häufiger ein und im Ergebnis einer solchen Einstellung profitieren Reaktanz, dynamischer Pragmatismus und ein insgesamt positiver Problemlösungsansatz. <span id="more-4624"></span></p>
<p>Maßlose Selbstüberschätzung, rhetorische Lügenkonstrukte, Luftschlösser und die permanente Kommunikation von Wunschvorstellungen im Perfekt oder Plusquamperfekt gehören dabei nicht zu meinem Arsenal.</p>
<p>Damit meine ich im Gegenteil zur Futur-Kommunikation von Maßnahmen und Zuständen, die wir wollen, haben werden und in Kürze umsetzen werden, das zur Schau gestellte Selbstverständnis man wäre in der Entwicklung der Elektromobilität schon ganz vorne mit dabei und hätte alles im Griff.</p>
<p>Im Archiv des Bundestages gibt es einen Redebeitrag unseres Parlamentarischen Beiratsvorsitzenden Herrn Tiefensee, Bundesverkehrsminister a.D., zum Thema Elektromobilität, der kaum an Aktualität verloren hat. Allerdings ist der Beitrag ja auch erst knapp drei Jahre alt. Und es ist viel passiert..</p>
<p>Wir haben es mit intensiven gemeinsamen Anstrengungen geschafft, den Elektrofahrzeugbestand in Deutschland auf immerhin fast 8.000 Fahrzeuge zu erweitern. Das sind rühmliche 0,0172% &#8211; gemessen am Gesamtfahrzeugbestand in Deutschland. Und in der Tat, damit sind wir regierungsseitig auf dem besten Weg Leitmarkt, Leitanbieter, Erstmarkt oder was auch immer zu werden. Der ständige Einsatz der Zeitform Futur I und II verhindert dabei übrigens erfolgreich jegliche Frustration, die ansonsten in deren eigenem Handeln und Wirken leicht auffallen würde. Dieses wollen und werden ist weit davon entfernt, tatsächlich einzutreffen und bei seinen Anhängern leider ungefähr genauso weit verbreitet.</p>
<p>Wir vergleichen die eMobilität gern mit einem Marathonlauf. Nach intensiven Vorbereitungen, Testläufen und Trainingsstunden rückt der Starttermin immer näher. Dann geht‘s los. Wir sind im übrigen bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts gestartet. Nach den großen Etappenverlusten in den 20er und 70er Jahren stehen wir aber nun wieder im Vorbereitungszelt und schauen den Chinesen, Japanern, Koreanern und Amerikanern beim Start zu. Im Kino läuft derweil ein alter Hut: Die Renaissance der Elektromobilität.</p>
<p>Aber was soll‘s, am Ende sind wir doch alle Gewinner. Hauptsache wir kommen irgendwann im Ziel an. Die dicken Sponsoringverträge landen aber meist nur bei den Ersten. Besteht da etwa am Ende eine Verbindung zu Wertschöpfung und Wohlstand..? Wir müssen also schneller laufen und das Feld vorne aufmischen. Na, sehen Sie sich jetzt auch bildhaft mit elektromobilem Gewinnergrinsen leichtfüßig am schwächelnden Mittelfeld vorbeiziehen, die Zielmarke 2020 schon in Sichtweite..? Leider habe ich eine enttäuschende Nachricht: Sie haben vergessen loszulaufen. Warum stehen Sie da immer noch rum und schleichen von einem Kongress zum nächsten..?</p>
<p><strong>Kontinuität findet sich in der Frequenz einzelner Schritte. Dieses Konzept entwickelt sich über ineinandergreifende Maßnahmenpakete zur gewünschten Eigendynamik und damit, basierend auf unserer technologischen Kompetenz, über einen Erstmarkt zum Leitmarkt. Zum Leitanbieter. Zum Weltmeister. Wir können das doch. Wir müssen nur wollen. Und zwar insbesondere politisch.</strong></p>
<p>In viel zu vielen Gesprächen erklären mir die Experten vermeintlicher Befürworter von Elektromobilität, Nachhaltigkeit und Erneuerbarer Energien immer wieder, warum es ist, wie es ist. Rhetorisch einwandfrei und auf sehr hohem Niveau schleichen sich allerdings abwechselnd Fehlannahmen, Widersprüche, Ausflüchte und Behelfsargumentationen in die komplexen Sachverhalte ein und verwässern die Gesamtaussage auf ein zunehmend unerträgliches Niveau. Da wird die nachhaltige Ausrichtung und die gute Idee missbraucht und instrumentalisiert, um nach einem einlullend befürwortenden Plädoyer endlich auf den Punkt zu kommen. Dann wird die Katze aus dem Sack gelassen und die gute Tat in eine ferne Zukunft projektiert. Wir wollen zwar, aber..</p>
<p>Meiner Pragmatik mag es geschuldet sein, dass ich mich auf diese argumentativen Irrlichter nicht mehr einlassen möchte. Ich werde mich auch in Zukunft nicht von Fracking oder CCS überzeugen lassen und werde mich auch weiterhin mit Nachdruck für Erneuerbare Energien, emissionsarme Antriebsarten und eine nachhaltige Klima- und Umweltpolitik einsetzen. Das wird auch eine taktile Pseudo-Strompreisbremse kaum verhindern. Im Gegenteil.</p>
<p>Konstruktive Gespräche, die lösungsorientiert in eine bessere Zukunft schauen, sind natürlich jederzeit willkommen. Wir sollten uns insgesamt nicht weiter mit Protektionisten beschäftigen, sondern mit Gleichgesinnten &#8211; und gemeinsam mit unseren innovativen BEM-Mitgliedern einen Systemwechsel hin zu einer Neuen Mobilität durchsetzen.</p>
<div  class="ut-alert grey  ">Aber, wie es scheint, hat der VDA die Wette um die 2 Kisten Champagner nun doch noch nicht verloren. Herr Wissmann verkündete erst kürzlich im Roten Rathaus, dass wir auch weiterhin mit den 15 angekündigten Elektroversionen rechnen können. Allerdings im perfekten Plusquamperfekt-Lobbymodus vorgetragen, damit ist der Wahrheitsgehalt, also die tatsächliche Realisierungswahrscheinlichkeit, zumindest fraglich, hört sich aber toll an. Ich war richtig glücklich, als uns der Regierende Bürgermeister dann allen auf die Schulter geklopft hat. Nun wissen wir, dass wir zwar nicht mehr Papst sind, dafür aber Habemus Leidmarkt sagen können.</p>
<p>Ich muss wirklich lernen, mir nicht immer doof vorzukommen, sondern meine Sicht der Welt und der Dinge, die ich bewegen möchte, einfach nur in sich immer wiederholenden Phrasen zu repetieren. Immer und immer wieder. Dann wird es von ganz alleine wahr. Die Medien nehmen es ja bei den Anderen auch auf, drucken und verbreiten es und was schwarz auf weiß geschrieben steht, muss wahr sein. Also, Herr Wissmann, 15 Elektroautos oder 2 Kisten Champus. Sie haben die Wahl..</p>
<p><strong>Wette vom Tagesspiegel eMobility Summit 2012 zwischen BEM-Beiratsvorsitzendem Dr. Jan Traenckner und Dr. Ulrich Eichhorn vom VDA, der die deutsche Automobilindustrie verteidigte und 15 in Serie gefertigte eAutos bis Ende 2014 versprach. Die Wette gilt.</strong></div>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2013/04/130316-NM11-Editorial-CH.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Spes ultima moritur</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 11:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 10 / Januar 2013 »Niemand hat die Absicht Elektroautos zu bauen« oder einen Flughafen zu eröffnen. Angelehnt an das berühmte Mauer-Zitat von Ex-DDR-Chef Walter Ulbricht spiegelt das frei erfundene Zitat ein wenig Piëch-Stimmung und lässt gleichzeitig hoffen, da ja [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT / Ausgabe 10 / Januar 2013</strong></p>
<p>»Niemand hat die Absicht Elektroautos zu bauen« oder einen Flughafen zu eröffnen. Angelehnt an das berühmte Mauer-Zitat von Ex-DDR-Chef Walter Ulbricht spiegelt das frei erfundene Zitat ein wenig Piëch-Stimmung und lässt gleichzeitig hoffen, da ja bei dem Beispiel tatsächlich Gegensätzliches eingetroffen ist. Und auch bei der Flughafen-eröffnung stirbt die Hoffnung der Berliner ja bekanntlich zuletzt. Hoffnung allein reicht aber nicht. Man muss auch etwas dafür tun..</p>
<p><span id="more-4632"></span></p>
<p>Machiavellistisches Kalkül vorausgesetzt, neigen viele Branchenkenner dazu, verstärkt beruhigend auf die Entwicklungen, Anstrengungen und Versprechen der deutschen Automobilindustrie und der Politik zu reagieren. Sie bremsen damit ganz bewußt konstruktive Kritikansätze aus und verbreiten eine Zuversicht, deren gläubige Hörigkeit ich nicht immer ganz nachvollziehen kann. Womöglich ist dieser Kreis Auserwählter aber einfach nur besser informiert und verfügt über unternehmensinterne Vorgänge und Entscheidungen, die die Ambition Elektromobilität ganz klar belegen.</p>
<p>Das mag ja sein. Und auf alle Mitglieder im Bundesverband eMobilität trifft das auch ganz sicher zu. Eine Analyse der Situation auf Basis der Intention des Eingangszitates lässt diese Zuversicht womöglich taktisch sinnvoll erscheinen. Allerdings erschliesst sich mir der tiefere Sinn dahinter nicht. Vielleicht gibt es einen politisch-wirtschaftlich motivierten Masterplan, der Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität machen soll. Klammheimlich wird hinter verschlossenen Türen geforscht und entwickelt, um dann mit einmal das gesamte Marktumfeld besetzen zu können und als erster die Lorbeeren für Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Wohlstandssicherung, Ressourcenschonung, Klima- und Umweltschutz zu ernten.</p>
<p>Ja, so wird es wohl sein. Ein Beleg dafür sind die undichten Insider mit ihrem Wissensvorsprung. Offensichtlich wird die Geheimhaltung hier zugunsten des steigenden öffentlichen Drucks zunehmend verwässert.</p>
<p>Eine Strategie, wie sie Ulbricht nicht besser hätte anwenden können. Obwohl die Geschichtsschreiber sich in diesem Fall nicht ganz einig sind, ob es sich um eine freudsche Fehlleistung handelte oder er tatsächlich von Chruschtschow in Unwissenheit gelassen wurde.</p>
<p>Zudem erscheint der Plan recht überholt, da sich inzwischen ja bereits international bedeutende Akteure dem Thema aktiv und sichtbar angenommen haben. Die weitere Sinnhaftigkeit diese zurückhaltenden Vorgehens ist also fraglich. Die Komplexität der stattfindenden Vorgänge wird aber wohl nur dann deutlich, wenn man den Überlegungen einen weiteren Aspekt hinzufügt. Das Missverständnis einer Branche in Bezug auf die eigene Definition der Daseinsberechtigung. Das Selbstverständnis der deutschen Automobilindustrie und die über 1oo-jährige Identifikation mit hochentwickelten Verbrennungsmotoren konterkariert die Bemühungen des anstehenden Systemwechsels und schiebt sie bewusst und unbewusst auf die lange Bank. Die damit einhergehenden Chancen werden zwar erkannt und auch langsam sichtbarer, aber die Notwendigkeit zeitnahen Handelns ist aufgrund der übermächtigen Marktposition lange Zeit vernachlässigt worden.</p>
<p>Nun will ich mich dennoch ebenfalls in den Reihen derjeniger einordnen, die vielleicht etwas mehr wissen und möchte all den Markteinführungen, die für dieses Jahr angekündigt worden sind, Glauben schenken. Auch wir wissen, dass viele deutsche Unternehmen alles andere als untätig waren und wir in Zukunft sehr gut aufgestellt sein werden.</p>
<p>Diese Erkenntnis erlaubt doch nun aber eine Neuausrichtung in Bezug auf Sichtbarkeit, Kommunikation und insbesondere politischen Stellenwert der Neuen Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien. 2013 ist das Jahr, in dem Politik und Wirtschaft der Welt zeigen können, wie ernst wir es meinen. In diesem Jahr können wir uns international sichtbar an die Spitze der Neuen Mobilität stellen. Wir können Leitmarkt und Leitanbieter. Wir müssen es nur wollen und sollten dabei möglichst den strategischen Stellenwert und die einzelnen Maßnahmen neu bewerten und entsprechend ambitionierter handeln.</p>
<p>Als BEM werden wir uns gemeinsam mit unseren Mitgliedern auch weiterhin diesem Engagement mit vollem Einsatz widmen. Möglich ist dies langfristig aber nur, wenn wir bei unserer Arbeit auch eine ausreichend solide Finanzierung gewährleisten können. Das ist gerade bei einem wachsenden Verband mit ständig steigenden Anforderungen und Erwartungen nicht immer ganz leicht. Und genau dabei hoffen wir auch weiterhin, auf Ihre Unterstützung zählen zu können.</p>
<p>Konkret bedeutet dies neben einer weiteren inhaltlichen Unterstützung insbesondere auch eine monetäre in Form weiterer Einzelfördermitglieder und sichtbarer Unternehmensmitgliedschaften, um dem BEM die notwenige Durchschlagskraft zu ermöglichen und das Thema auch weiterhin auf breiter gesellschaftspolitischer Ebene sichtbar und tragfähig voranzubringen.</p>
<div  class="ut-alert grey  ">Unser aller Bemühungen haben inzwischen in der Bevölkerung, der Politik, den Medien und der Wirtschaft den Stellenwert erlangt, der notwendig ist, um eine nachhaltige Mobilität für uns und unsere Kinder überhaupt zu ermöglichen. Wir sind uns der zunehmenden internationalen Beobachtung bewusst und wollen unseren Teil dazu beitragen, Lösungen für die Energie- und Mobilitätsfragen der Zukunft weltweit zu verbreiten. Diese Verantwortung beschreibt die eigentliche Herausforderung &#8211; in unserer Rolle als Vorbild nachfolgenden Nationen aufzuzeigen, dass Erneuerbare Energien, Elektromobilität und eine insgesamt nachhaltig ausgerichtete Wirtschaft technologisch und insbesondere gesellschaftspolitisch umsetzbar sind. Eine Niederlage wäre gleichzeitig der Scheiterhaufen für diese Schlüsseltechnologien.<br />
<strong>Neues Jahr &#8211; Neues Glück &#8211; Neue Mobilität</strong></div>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/07/NM10-Editorial.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		</item>
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		<title>Prima Materia</title>
		<link>http://cymage-media.com/prima-materia/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 14:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT/ Ausgabe 09 / Oktober 2012 Eine prima Sache, könnte man meinen. Gemeint ist hier aber das entliehene, eher aristotelische Verständnis vom Substrat des Werdens. Die vielfältigen Möglichkeiten der intelligenten Nutzung innovativer, zukunftsweisender und nachhaltiger Technologie sind abhängig von dem Willen, diese Potenziale auch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT/ Ausgabe 09 / Oktober 2012</strong></p>
<p>Eine prima Sache, könnte man meinen. Gemeint ist hier aber das entliehene, eher aristotelische Verständnis vom Substrat des Werdens. Die vielfältigen Möglichkeiten der intelligenten Nutzung innovativer, zukunftsweisender und nachhaltiger Technologie sind abhängig von dem Willen, diese Potenziale auch nutzen zu wollen. Der Titel soll hier sinnbildlich aufzeigen, dass wir tendenziell über einen fortschrittlichen Geist verfügen, diesen aber in metaphysischem Sinn um Fundament, Struktur, Prinzip und Perspektive erweitern müssen. Sinn und Zweck, der sich hinter den beiden Schlüsseltechnologien Erneuerbare Energie und Elektromobilität versteckt, muss von den relevanten Akteuren verstanden und insbesondere gewollt werden. <span id="more-4660"></span></p>
<p>Es handelt sich bei den hier angesprochenen Technologien nicht um irgendeine neue Produkteinführung, sondern um einen Systemwechsel &#8211; ein relevantes Ereignis mit durchaus historischer und industriepolitischer Bedeutung. Der weitere Verlauf der Geschichte kann in einem besonderen Maß positiv für uns und nachfolgende Generationen beeinflusst werden. Die damit einhergehende Verantwortung sollte uns klar sein. Die Inklusion von Wertschöpfung auch.</p>
<p>In diesem Kontext ist es nicht zielführend, halbherzig oder mit verwirrenden Aussagen eine Entwicklung zu behindern, die grundsätzlich auf einem guten Weg ist. So hat erst jüngst die Presse beunruhigende Meldungen verkündet, nach denen man den Eindruck gewinnen konnte, die Ambition Elektromobilität würde an politschem Interesse verlieren. Dass dies auf dem NPE-Gipfeltreffen dann glücklicherweise relativiert, bzw. tatsächlich ganz anders präsentiert worden ist, ändert nichts an den Meldungen, die bereits das Meinungsbild vieler in der Bevölkerung erreicht haben. Zudem sind das strategische Kalkül, das dem genauen Beobachter die versteckten Hintertüren aufzeigt, und die politische Gleichgültigkeit, die man vermuten kann, nicht länger akzeptabel. Hier muss ein Wechsel zumindest in der Intention stattfinden. Idealerweise sollten ernsthafte Maßnahmen auch bereits vor der nächsten Wahl verbindlich eingeleitet und umgesetzt werden.</p>
<p>Politik, Industrie, Wirtschaft, Forschung und die beteiligten Branchenverbände sind in wechselseitigem Austausch und konkreter Initialisierung aufgefordert, bereits vorhandene Potenziale im Modus Chefsache anzugehen. Damit ist eine strukturierte Herangehensweise gemeint, die vordergründig die Zieldefinition fokussiert und sich mit einem Selbstverständnis auf den Weg macht, das glaubhaft erkennen lässt, dass man dieses Ziel auch zeitnah erreichen will:<br />
<strong>Leitmarkt und Leitanbieter für eine emissionsarme Neue Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien.</strong> Damit sind wir in der Lage eine europäische Führungsrolle auf internationalsichtbarem Niveau zu erreichen. Mit diesem Engagement sind im übrigen keine weiteren Kongress-Schleifen und Symposien gemeint. Natürlich ist die Vermittlung neuer Erkenntnisse, weitere Forschung und ein branchenübergreifender Austausch enorm wichtig. Derzeit ist aber einerseits kein grosser Erkenntnisgewinn mehr zu verzeichnen und andererseits lassen einige der ewig gleichen Redner nicht vermuten, dass sie selbst von der notwendigen Überzeugung begleitet werden, die Grundvoraussetzung wäre, um den Stellenwert und die nachhaltige Perspektive für die Gemeinschaft zu erkennen. Das Problem liegt nicht in mangelndem Vertrauen in die Innovationskraft unserer Automobilindustrie oder einem möglichen Hemmnisverdacht im politischen Beziehungsgeflecht widersprüchlicher Industrieinteressen. Das Problem liegt größtenteils im Faktor Zeit.<br />
<strong>Wir sollten anfangen in Betracht zu ziehen, dass die Zeitspanne, die uns bleibt, um unsere Rolle im globalen Marktumfeld zukünftiger Mobilität zu sichern, eine weitere Nullrunde mit dem Verlust von Wertschöpfung quittiert.<br />
</strong></p>
<p>Ich bin es sprichwörtlich leid mir immer und immer wieder anhören zu müssen, warum, was, wieso gerade noch nicht geht, welche Hürden welche Maßnahme gerade verzögern, dass man noch Zeit bräuchte oder auch die sich wiederholende Aussage man wäre ja bereits mitten drin und müsse halt noch etwas Geduld haben. Ein dehnbarer Begriff.</p>
<p>Es müsste doch eigentlich schneller gehen mit der Energiewende und der eMobilität. Das sollte doch machbar sein. Ja. Ist es auch, aber nur, wenn das alle auch wirklich wollen.</p>
<p>In diesem Szenario würden die relevanten Player naturgemäß eine ganz andere Geschwindigkeit vorgeben und hätten mit Sicherheit, schon sogar bereits verkündete Maßnahmen wie das Problem mit der Dienstwagenbesteuerung, umgesetzt. Das wird derzeit aber immer noch beraten.</p>
<p>Die Legislative hat über ihre Möglichkeit der Gesetzgebung und der Schaffung von politischen Rahmenbedingungen eine Steuerungsfunktion. Sie hat gleichzeitig aber auch die Aufgabe sich auf ethische und moralische Werte zu verpflichten, die grundsätzlich dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgen. Wenn wir das in der Mehrheit unserer Entscheidungen nicht schaffen, sehe ich auch weiterhin schwarz. Oder rot. Wie Sie wollen. Am Ende haben wir alle eine Wahl.</p>
<p><strong>Es gilt zu begeistern, zu überzeugen, aufzuklären und über tradierte Verhaltensmuster erneut nachzudenken, um einen insgesamt nachhaltigeren Weg einschlagen zu können. Dies muss nicht zuletzt auch von Politik und Wirtschaft gewollt sein, sonst kann dieser Wechsel nicht gelingen.</strong></p>
<div  class="ut-alert grey  ">Die globale Herausforderung einer emissionsarmen Neuen Mobilität muss in den nächsten Jahren maßgeblich auf den Weg gebracht werden und ich glaube fest daran, dass wir mit unserem Engagement einen Beitrag leisten können, um diesem gemeinsamen Ziel sauber, leise und nachhaltig entgegen zu fahren. Die lösungsorientierten und pragmatischen Aktivitäten unserer Mitgliedsunternehmen zeigen, dass wir eine realistische Chance auf eine weitere positive Entwicklung haben.</div>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/07/NM09-Editorial.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Tacheles</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2012 14:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BEM]]></category>
		<category><![CDATA[Editorials NEUE MOBILITÄT]]></category>
		<category><![CDATA[eMobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT/ Ausgabe 08 / Juli 2012 Vor dem Hintergrund drastisch zunehmender und öko- logisch bedenklicher Entwicklungen ist es an der Zeit, die vorherrschende Betrachtungsweise im Bereich Energie und Mobilität über reine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen hinaus zu erweitern. Einige relevante Player schreiben sich diesen Strukturwandel inzwischen auch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT/ Ausgabe 08 / Juli 2012</strong></p>
<p>Vor dem Hintergrund drastisch zunehmender und öko-<br />
logisch bedenklicher Entwicklungen ist es an der Zeit, die vorherrschende Betrachtungsweise im Bereich Energie und Mobilität über reine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen hinaus zu erweitern. Einige relevante Player schreiben sich diesen Strukturwandel inzwischen auch auf die Fahne der Opportune, finden jedoch in ihrem Umfeld noch viel zu oft Argumentationen für genau gegenteiliges Handeln.<span id="more-4666"></span></p>
<p>Der Zusammenhang scheint vielen noch nicht klar geworden zu sein. Die Umweltfolgeschäden übersteigen bei weitem die Investitionen in nachhaltige Maßnahmen. Dieser übergeordnete Kausalrahmen eröffnet Potenziale für eine Green Economy, die sich immer sichtbarer und insbesondere erfolgreicher aufstellt. Je schneller diese nachhaltigen Technologien Marktpotenziale erobern, desto schneller wächst auch die Bereitschaft, sich dem anzuschliessen und eine neue Wirtschaftlichkeit zu entdecken, die in Einklang mit den Bedürfnissen nachfolgender Generationen steht.</p>
<p>Dass dies ebenso profitabel sein wird, ist vielen Investoren heute bereits klar. Dem im Wege steht oftmals das möglichst lange Abschöpfen bestehender Investments mit bereits abgeschriebenen Anlagen. Der Politik obliegt es, entsprechende Auflagen und Anreize zu schaffen, um die notwendigen Systemwechsel in allen relevanten Bereichen zu ermöglichen und sinnvoll zu fördern. <strong>Es wird endlich Zeit, dass der Faktor Umwelt eine Zahl bekommt.</strong></p>
<p>Denn dann müssen externe Kosten bei Atom-, Öl- und Kohlekraftwerken, bei Verlusten der Biodiversität, sowie Ökosystemschäden beim Abbau von Uranerz, Ölschiefer und anderen Rohstoffen adäquat berücksichtigt werden. Der CO2-Ausstoß im Industrie- und Verkehrssektor, die katastrophale Luftverschmutzung und Lärmbelästigung insbesondere in urbanen Räumen und der allgemeine Ressourcenverbrauch müssen in TCO, Life Cycle Costing, Rentabilitäts-Analysen und ökonomischen Bilanzierungen sauber kalkuliert werden. Der Zahltag kommt immer näher.</p>
<p>Langfristig können wir uns dann mit den wirtschaftlichen Vorteilen einer Marktführerschaft in den Schlüsseltechnologien Elektromobilität und Erneuerbare Energien an eine sichtbare europäische Spitze stellen. Die Exportpotenziale in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Technologietransfer, Anlagen- und Maschinenbau und die Vermeidung von Energieemissionen sichern Wohlstand und Wertschöpfung für Generationen und tragen durch das erfolgreiche Beispiel dazu bei, dass auch andere Länder ihre Klima- und Umweltschutzziele erreichen.<br />
Das Know-how für diese Prozesse ist in allen Bereichen bereits heute vollständig vorhanden. Die Erneuerbaren sind sogar bereits heute im Modus der herkömmlichen Bewertung teilweise kostendeckend, eine CO2-neutrale Mobilität ist tendenziell bei allen Herstellern technologisch verfügbar und kann sich problemlos emanzipieren. Die zumeist fehlende Zutat ist der wirtschaftspolitische Sanktionswille verbunden mit einem pragmatischen Durchsetzungsinteresse.</p>
<p>Neben einigen ambitionierten und ernstzunehmenden Ansätzen gibt es viele Kongresse, Diskussionsrunden, Rios und Kyotos, die im Ergebnis allerdings leider kaum Fortschritt und global nur wenig Konsens erkennen lassen.</p>
<p>Das Gewünschte fördern und das langfristig Unerwünschte entsprechend belasten. Der Vorschlag solcher durchaus geeigneter Bonus-Malus-Systeme findet heutzutage leider viel zu selten den notwendigen Zuspruch. Argumentative Schein- und Schutzbehauptungen wollen hier für die Gleichberechtigung der Rechte von Konsumenten eintreten und fördern dabei meist nur eins zu Tage: Den veralteten Rechenschieber, der sich immer nur in der Momentaufnahme einer kurzen Zeitspanne rechnet, langfristig aber zum Desaster führt. Schade. In einer zukünftigen Geschichtsstunde wird es heißen: Setzen. Sechs.</p>
<p>Beispielhaft interessant ist die Externalisierung militärischer Sicherungskosten für Öl in mehrstelliger Milliardenhöhe. Krieg inklusive. Human- und Kolateralschäden nicht. Warum werden die tatsächlich entstandenen Gemeinkosten für Gesellschaft und Umwelt von INES-Vorfällen wie bei Sellafield, Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima nicht in die Strompreisberechnung einbezogen..? Mit zunehmendem Invest dieser Summen in Erneuerbare Energien für Strom, Wärme und Verkehr ließe sich der Anteil innovativer, nachhaltiger Technologien zügig auf ein entscheidendes Niveau heben.</p>
<p>Nach der medialen Halbwertszeit von Fukushima mehren sich nun aber bereits wieder erste atomare Stimmen. China nimmt zwei Kohlekraftwerke pro Woche ans Netz, um den rasant steigenden Energiebedarf zu decken, was einem global-ökologischen Wahnsinn gleichkommt, CO2-Emissionen werden fragwürdig unterirdisch erpresst und dreckige Ölsande ermöglichen auch nach Peak Oil eine hypermobile 2-Tonnen-Mobilität &#8211; bei steigendem Meeresspiegel in ein paar Jahrzehnten dann halt eher für kleine Boote in den zumeist küstennahen Metropolregionen dieser Welt mit über 60% der Weltbevölkerung. Aber was kümmert uns das heute..?<br />
Zumindest haben wir innovative Hybridfahrzeuge kreiert, die ganze drei Kilometer elektrisch fahren. Das ist doch toll. Vielleicht sollten wir was ändern und den guten Beispielen unserer Mitgliedsunternehmen mehr Aufmerksamkeit schenken.</p>
<div  class="ut-alert grey  ">Merke: Jede nachhaltig produzierte Kilowattstunde Energie ist ein Fortschritt in eine lebenswerte Zukunft. Insbesondere da sie eine ressourcenverbrauchende sinnvoll substituiert, Abhängigkeiten vermindert und die Umwelt als unsere Lebensgrundlage schont. Deutschland ist im Bereich dieser Schlüsseltechnologie Vorreiter und mit der Ambition Energiewende auf einem guten Weg. Schade, dass dabei Teile der Photovoltaikindustrie und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet worden sind. Aber für diese Energiewende brauchen wir das ja nicht. Der Transrapid fährt ja auch gut ohne uns in China. Fortschritt ist schließlich für alle da..</div>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/08/NM09-Editorial.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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		<title>Veni, vidi, vici..</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 09:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heep]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT/ Ausgabe 07 / April 2012 Die Herausforderung einer realistischen Mobilitäts-Umstellung auf elektrische Antriebsarten auf Basis Erneuerbarer Energien und ein generelles Umdenken in Bezug auf unsere Individualmobilität stellt uns vor komplexe Aufgaben, die nur gemeinsam mit allen relevanten Branchenteilnehmern, Wirtschaft, Politik, Verbänden, Medien und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im Bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN MOBILITÄT/ Ausgabe 07 / April 2012</strong></p>
<p>Die Herausforderung einer realistischen Mobilitäts-Umstellung auf elektrische Antriebsarten auf Basis Erneuerbarer Energien und ein generelles Umdenken in Bezug auf unsere Individualmobilität stellt uns vor komplexe Aufgaben, die nur gemeinsam mit allen relevanten Branchenteilnehmern, Wirtschaft, Politik, Verbänden, Medien und insbesondere dem Votum der Öffentlichkeit eine zeitnahe Umsetzung erfährt.</p>
<p><span id="more-4670"></span></p>
<p>Hier gilt es, möglichst große Schnittmengen zu bilden und diese mit weiteren, begleitenden Aspekten perspektivisch und nachhaltig in Einklang zu bringen: Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und weniger Abhängigkeit insbesondere vom knapper und immer teurer werdenden Öl, saubere Luft und leisere Städte vor allem in den Ballungsräumen. Gleichzeitig geht es mit einem besonderen Augenmerk auf einem globalen Marktplatz aber auch um wirtschaftliche Aspekte in Bezug auf unsere Wertschöpfung &#8211; und die verhält sich direkt proportional zum Wohlstand in Deutschland und Europa. Somit reden wir am Ende nicht nur von einer nachhaltigen Neuen Mobilität, sondern über den Erhalt und die Schaffung neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze.</p>
<p>Wir haben also zwei übergeordnete Ziele: Elektromobilität und eine möglichst hohe Beteiligung heimischer Unternehmen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern zeigen wir ein umsetzungsfähiges und nachhaltiges Konzept für eine Neue Mobilität auf und wirken entsprechend an der Umsetzung dieser Zielformulierung mit.</p>
<p>Dazu benötigen wir eine starke politische und mediale Sichtbarkeit. Aus diesem Grund richten wir unsere Aktivitäten ständig an diesem strategischen Fokus aus. So sind zum Beispiel der Aufbau des parlamentarischen und wissenschaftlichen Beirats, die Aktion »Wir elektromobilisieren den Bundestag« oder »Frühstück bei Tiefensee«, die Europa-Sektion mit Dr. Ingo Friedrich als Repräsentant in Brüssel, die Beschäftigung mit den Schaufensterbewerbungen, unsere Roundtable, die Stammtische, politische Hintergrundgespräche und Teilnahme an Lenkungskreisen wichtige Bausteine, die in der Kommunikation dazu beitragen, uns politisch zu verzahnen und unsere Sichtbarkeit in diesem Bereich erhöhen.</p>
<p>So kommt es, dass auch Landtage unsere emobilen Aktionen einsetzen und wir uns mit den Landesvertretungen regional besser verorten können, unser Präsident im Rahmen einer Delegationsreise mit Dr. Ramsauer nach Japan flog, wir mit einigen Mitgliedern beim Deutschen Botschafter und beim Minister auf Malta waren oder auf der Automechanika in Shanghai. Wir erfahren verstärkt Aufmerksamkeit von unseren europäischen Nachbarn und den Botschaften, Gespräche auf ministerialer Ebene und Einladungen zu Vorträgen nehmen deutlich zu und in Summe werden wir inzwischen als respektierter Verband von Politik und Medien anerkannt, zitiert und bei Fachfragen und Statements angefragt.</p>
<p>Sonderbeilagen und Medienkooperationen im Handelsblatt, der FAZ, der Zeit oder der Financial Times mit 6-stelligen Auflagen schaffen eine mediale Wahrnehmungsebene. Unsere Neue Mobilität informiert 4 mal im Jahr mit insgesamt bereits über 700 Seiten redaktioneller Fachbeiträge und Interviews zumeist aus den Reihen unserer Mitglieder. Fast täglich kommen neue Abonnenten hinzu. Unsere XING-Gruppe zählt inzwischen über 2.000 interessierte Mitglieder, wir haben eine App und einen Newsbereich, der tagesaktuell gepflegt wird, wir sind auf Facebook, haben einen eigenen YouTube-Kanal, Google+ und natürlich twittern wir. 2 mal im Monat erscheint unser Newsletter für über 6.000 Empfänger, unser PageRank liegt bei 5 und unsere Webseite ist bis dato 157.490 Mal besucht worden &#8211; weit über 500.000 Seitenaufrufe..</p>
<p>Im Rahmen unserer Gemeinschaftsstände auf der eCarTec, E-world, Clean Tech World, Michelin Challenge Bibendum, CEP, Lebenswelt Elektromobilität sowie unserer Präsenz und Medienpartnerschaften auf vielen Kongressen, Symposien, Fachveranstaltungen und anderen Events haben wir einige hundert Gespräche geführt, aus denen sich bereits viele neue Kontakte und Projekte ergeben haben. In der Folge führen all diese Aktionen, Social Media Aktivitäten und Cluster-Effekte zu weiteren Unterstützern, größerer Aufmerksamkeit und einem ständig wachsenden Netzwerk, dass wir brauchen, um die Neue Mobilität in der Gesellschaft zu verankern und unsere Mitglieder erfolgreich untereinander zu vernetzen.</p>
<p>Diese eigendynamischen Prozesse sind der Grund unserer strategischen Marketingbemühungen mit dem Ziel, uns den notwendigen Einfluss zu verschaffen, um mit der Gemeinschaft einer ganz neuen Branche unsere Zukunft nachhaltig zu verändern und dabei Wirtschaftlichkeit und Umwelt gleichermaßen zu berücksichtigen.</p>
<p>Wenn wir unsere Netzwerke sinnvoll einsetzen und weiter ausbauen, wenn sich alle aktiv einbringen, können wir in Kooperation und Synergie viel bewegen. Und dann ist auch unsere Zielvorgabe von 4,5 Millionen Elektrofahrzeugen bis 2020 durchaus realistisch. Aber nur, wenn wir das auch wirklich wollen, uns unserer Verantwortung bewusst werden und unsere Einflussmöglichkeiten auf allen Ebenen nutzen.</p>
<p>Lasst uns Tatsachen schaffen und im Sinne einer vielver-sprechenden Neuen Mobilität siegreich sein. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und viel Spaß beim Lesen..</p>
<p>Christian Heep<br />
<a href="mailto:christian.heep@bem-ev.de">christian.heep@bem-ev.de</a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2014/07/NM07-Editorial.pdf"><img class="alignnone size-full wp-image-4529" src="/wp-content/uploads/2014/05/pdf-icon-15x15.jpg" alt="pdf-icon-15x15" width="15" height="15" />PDF-Download des Artikels aus der NEUEN MOBILITÄT</a></p>
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